Austausch mit Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach

Hakuna matata.

Am 21.Mai 2014 besuchten Erick Morro aus Tansania und Gilles Tanko aus Kamerun vom Verein Afrodeutsche e.V. die 10. Klassen im Rahmen des Französischunterrichts. Sie referierten über die Frankophonie und  stellten ihre Projekte vor. Dabei ging es ihnen vor allem darum, den Schülern näher zu bringen, wie es Kindern und Jugendlich geht, die in afrikanischen Ländern unter ganz anderen Bedingungen aufwachsen. Sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache erzählten sie, wie sie afrikanisch stämmige Familien bei der Integration in Deutschland, aber auch z.B. Schulen in Afrika unterstützen und berichteten von ihren eigenen Erfahrungen einer Kindheit und Jugend in Afrika.

Gilles Tanko, der selbst in Kamerun aufgewachsen ist, lebt seit 2006 in Nürnberg. Er studierte in Hannover und arbeitet nun als Informatiker.  Als Mitglied im Verein für Afrodeutsche berät und hilft er afrikanischen Einwanderern und bietet Unterstützung bei Mobbing und Ausgrenzung und vieles mehr. Leider werden immer noch Menschen mit dunkler Hautfarbe oder afrikanischer                                            Abstammung ausgegrenzt und gedemütigt. Ihnen hilft Herr Tanko beim Einwandern und Zurechtkommen in Deutschland. Sie wollen  Vorurteile bekämpfen und Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund fördern, sie motivieren und bei ihrer Ausbildung unterstützen. Ziel ist es, durch Weltoffenheit gegenseitige Akzeptanz und Respekt zu erreichen und ein wechselseitiges Verständnis zwischen Einheimischen und Zuwanderern zu schaffen.

Mit 21 französischsprachigen Ländern hat Afrika den größten Anteil in der Frankophonie. Unter Frankophonie versteht man Länder, in denen französisch gesprochen wird. Gilles Tanko beschreibt die französische Sprache in Afrika als „geliebt und gehasst“. „Es ist ein Konfliktfeld“, wie er betonte. Ein Nachteil ist zum Beispiel, dass die Kinder mit mehreren Sprachen aufwachsen. So auch zum Beispiel Gilles Tanko, er lernte französisch erst in der Schule, da daheim seine afrikanische Muttersprache gesprochen wurde, weil seine Eltern französisch nicht konnten. Ein Vorteil ist, dass die Kinder durch das Lernen der französischen Sprachen mehr Perspektiven für die Zukunft haben.

Jedoch ist das Schulsystem noch ausbaufähig und nicht so gut organisiert wie in Deutschland. Für die deutschen Schüler ist eine Klasse mit 35 Kindern schon riesig. In Afrika ist die Klassenstärke doppelt so groß. In einer Klasse können bis zu 140 Kinder sitzen. Ein Beispiel, das uns auch anhand von Bildern veranschaulicht wurde, war das Lycée de Nsam Efoulan, bei dem ein so großer Platzmangel vorliegt, dass fünf Schüler sich eine Bank teilen müssen.

Das Abitur kann nach 13 Jahren abgelegt werden. Doch die Schulzeit ist für viele afrikanische Kinder nicht leicht, da sie oft nach der Schule auf Feldern arbeiten um die Familie zu unterstützen. Denn es treten durch die Schulgelder hohe Kosten im Vergleich zum Verdienst der Eltern auf. Die meisten Schulen haben eine Schuluniform. Dadurch soll vermieden werden, dass sich Klassenunterschiede in der Kleidung zeigen, und Gleichberechtigung herrschen, da es viele Arme und wenige Reiche gibt.

Problematisch sind die mangelnden Alternativen, falls es mit der Schullaufbahn nicht klappen sollte. Dagegen will Erick Morro, er studiert heute in Nürnberg und stammt aus dem englischsprachigen Tansania,  etwas unternehmen. Er rief das Projekt TSE(=Talent Search and Empowerment) ins Leben. „Ich will etwas wagen, versuchen und verändern.“ Er will den Kindern bei ihrer Zukunftsgestaltung helfen und ihre Lebenswege stärken. Mit den Projekten Fußballmannschaft, EDV-Schulung, Theater, Musik und Nähunterricht bietet er den Schülern Alternativen. Nicht selten kommt es vor, dass  die Teilnehmer seines Projekts Straßen- und Waisenkinder sind. Sie werde insgesamt sieben Jahre von sechs Lehrern in der Schule unterrichtet. Morros Ziel ist es, das Talent eines jeden einzelnen zu fördern. Jedoch wirft das Projekt viele Kosten auf, wie das Kaufen von neuen Fußbällen oder Nähmaschinen. Falls ihr also alte Bälle, Trikots oder Stoffe besitzt würden sich die Kinder und Herr Morro freuen, wenn ihr diese spendet. Ihr könnt euch informieren unter www.tsempowerment.org  oder nehmt direkt Kontakt mit Herrn Morro auf, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Zum Schluss erfuhren wir noch, dass viele afrikanische Sprachen sind nicht schriftlich, sondern nur mündlich weiter gegeben werden. Daher ist es schwer, eigentlich fast unmöglich für andere diese Sprachen zu lernen. Jedoch brachte uns Erick Morro etwas in seiner Heimatsprache Swahili bei. Jeder von euch kann etwas in dieser Sprache sagen und jeder von euch kennt die Bedeutung von Hakuna Matata!

 

Dieser Bericht wurde von 2 Schülerinnen der Klasse 10D der  Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach erstellt.

Der Verein AfroDeutsch bedankt sich sehr herzlich sowohl bei den Schülern, wie auch bei der Französisch Lehrerinnen und die Schulleitung  der Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach, die sich dafür eingesetzt haben, damit dies ein erfolgreiches Projekt wird.

Wir sind überzeugt, dass solche kleinen Projekte doch positive Eindrücke bei den Jugendlichen hinterlassen, um anderen Kulturen und Menschen gegenüber offen zu sein.

Team Afrodetusch e.V im Zusammenarbeit mit Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach(Klasse 10 Französich)

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